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Der RCB und die Vogalonga 2018

Unsere Fahrt zur Vogalonga 2018

Bericht.Eva-Maria H.         Bilder Kerstin.K

Vom friedlichen Protest gegen Umweltzerstörung zum Mekka des Wanderruderns – die Vogalonga bringt Venezianer und begeisterte Wassersportler aus aller Welt zusammen.

Vom Beginn im Jahr 1975 wuchs die Vogalonga zum Großereignis, bei dem es nun heißt „bei 8000 Teilnehmern ist Schluss“. Obwohl im Becken von San Marco genügend Platz für weitere Boote wäre, wird es auf der Strecke teilweise sehr eng und ein hervorragender Steuermann mit einer eingespielten Manschaft hat noch alle Hände voll zu tun/ viele Strippen zu ziehen. Bei der Einfahrt zum Canale Grande dümpelten wir fast zwei Stunden im Stau! Dort erzwangen sich vor allem Drachenboote und große venezianische Rudergondeln die Vorfahrt.

Während wir bei unserer ersten Vogalonga vor fünf Jahren ein fröhliches Fest mit Gesprächen von Boot zu Boot erlebten, schien es dieses Mal eher so, dass jedes Boot sein Ziel schnell erreichen wollte. Trotzdem genossen zwölf Ruderinnen und Ruderer des RCB die Fahrt bei herrlichem Sonnenschein und leichtem Wind, in Burano angefeuert von den mitgereisten Schlachtenbummlerinnen. Auch in diesem Jahr gab es wieder unterschiedlichste Boote aus aller Herren Länder zu bestaunen, der ein oder andere Bekannte fand sich auch.

Was sonst noch geschah:

Zur Einstimmung wurde das Kloster San Francesco del Deserto besucht – leider war die Pforte verschlossen – und die Insel San Erasmo umrundet, dort sollen Schirme gesichtet worden sein, die zum Anlegen einluden.

Bei einer Fahrt durch die Kanäle von Treporti kehrten wir ein und der freundliche Wirt erzählte von den Rudermannschaften im Achter und Doppelzweier mit Steuermann aus Treporti, die Italien bei der Olympiade in Helsinki 1952 vertreten haben.

Ein weiterer Rudertag führte uns durch die Salzwiesenlandschaft nach Torcello und weiter nach Burano und Murano.

Ein Vierer fand sich, um am Donnerstag noch ein wenig zu rudern. Nach einem kurzen Blick auf die herrlich ruhige Adria haben wir den Lido einmal umrundet. Bei heißem Wetter haben wir reichlich Wasser getrunken und zum guten Schluss noch einmal das kochende San Marco Becken durchquert, bevor wir für dieses Mal zum letzten Mal an unserem Strand angelegt haben.

Campingplatz und Umgebung boten auch für Nichtruderer viele Möglichkeiten – Nutzen der Badelandschaft, Strandspaziergänge, Cafés und Eisdielen, Shoppen in Venedig und Murano, Radtouren … Die „Daheimgebliebenen“ sorgten immer für einen leckeren Kaffee und Kekse oder Teilchen, um die müden Ruderer bei ihrer Rückkehr zu stärken.

Das Essen war wie immer superlecker!

Am Freitag mussten wir leider unser Lager wieder abbauen, die Boote verladen und nach Hause fahren

Aber: wir kommen wieder – keine Frage.

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