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Sommertour 2016

Sommertour 2016

Unsere Sommertour führte uns dieses Jahr nach Polen. Wir ruderten auf Brahe, Weichsel, Nogat, dem Elblag-Kanal und durchs Frische Haff.

Am Samstag den 09.07. fuhren wir (Anja Mendak, Carsten Okupnik, Jürgen Kühne, Michael Stopka ,Thomas und Kerstin Kuinke und  unser Hund Sally) morgens um 2.00 Uhr in Rheinhausen los. Mit nahmen wir drei Boote, den Vierer Rhein und die Zweier Roos und Dr. Rolf Breuer.  Nach 16 Stunden erreichten wir unseren ersten Campingplatz in der Nähe von Bromberg (Bydgoszcz). Dort wartete eine Überraschung auf uns, denn dort fand ein Musikfestival statt. Der „ruhige naturnahe“ Campingplatz war proppenvoll. Es gab zwei Bühnen, eine mit Livemusik und eine mit einem DJ. Da der RCB immer in der ersten Reihe sitzt, bekamen wir einen Stellplatz mit Blick auf die Bühne.

 

So begann unsere Tour etwas lauter als gewohnt. Am nächsten Tag konnten wir vom Platz an der Brahe  mit unserem Vierer „Rhein“ einsetzen, denn den ersten  Teil der Tour fuhren wir mit einem Fahrdienst.  Das erste Stück war sehr naturbelassen – mit quer liegenden Bäumen. Später floss die Brahe mitten durch Bromberg und anschließend in die Weichsel. Abends am Campingplatz war das Festival beendet und wir hatten eine ruhige Nacht.

 

Die nächsten drei Tage ruderten wir auf der Weichsel (Wisla). Ein breiter Fluss mit vielen Sandbänken, so dass wir öfter aussteigen mussten und das Boot über die Sandbänke treidelten.

 

 

 

Nach drei Tagen wechselten wir unser Quartier und bezogen für zwei Nächte 3 Zimmer in der Marina in Graudenz(Grudziadz).

Von der Weichsel bogen wir ab auf die Nogat. Die Nogat ist ein ruhiges Wiesenflüsschen. Hier begegneten wir dann den ersten Sportbooten; vorher hatten wir die Weichsel für uns allein. Leider begann nach kurzer Zeit der Regen. Dieser hielt bis zu unserem Etappenziel und neuem Quartier in Marienburg (Malbork) an. Im Regen bauten wir hier unsere Zelte auf. Eine unruhige Nacht stand uns bevor, denn es kam ein heftiger Wind auf. Einige Male mussten wir raus und die Heringe neu befestigen.

Der nächste Morgen war windig, aber trocken. Bevor wir aufs Wasser gehen konnten, mussten wir erst das Boot leer schöpfen.

Anschließend hatten wir wieder einen trockenen Rudertag auf der Nogat. Abends besichtigten wir Marienburg. Nach einem leckeren Essen im Ort hatten wir nun eine ruhige trockene Nacht. Am nächsten Morgen bauten wir die Zelte ab. Nach einer kurzen Ruderetappe ließen wir die Boote an der Nogat liegen und fuhren zu unserem nächsten Quartier, einem Bungalowpark am frischen Haff. Hier sind wir eine Woche geblieben.

Nach einer Woche Rudern gönnten wir uns nun einen Ruhetag mit Besichtigung von Danzig(Gdaǹsk). Bei sonnigem Wetter schlenderten wir durch Danzigs Altstadt mit vielen schön restaurierten Gebäuden.

Am nächsten Tag war wieder Rudern angesagt. Wir ruderten von der Nogat in den Jagiellonenkanal (Kanal Jagieloński), um nach Elbingen (Elblag) zu kommen und von dort aus weiter durch den Drausen See (Jezioro drużno). Am Ende des Sees ließen wir das Boot liegen, um am nächsten Tag weiter zum Oberländerkanal (Kanal Elblaski) zu rudern.

Wikipedia:

Der Oberländische Kanal verbindet mehrere Seen wie den Geserichsee und Städte in Ostpreußen von Iława (deutsch: Deutsch Eylau) über Ostróda (Osterode) bis Elbląg (Elbing) zum Frischen Haff. Die Länge des Kanals beträgt 129,8 km bis Iława, wobei der Abschnitt Elbląg–Ostróda, mit dem der Kanal zumeist identifiziert wird, 82 km lang ist.

Als Besonderheit und heutige Touristenattraktion gelten die fünf Rollberge, auf denen die Schiffe zur Bewältigung des Höhenunterschieds von 99 Metern auf Schienenwagen über Land transportiert werden. Sie sind als Standseilbahnen ausgelegt, die von Wasserrädern angetrieben werden. Das Kanalsystem gilt als technisches Denkmal und steht unter Denkmalschutz.

Aus Zeitmangel sind wir nur eine Schräge gefahren, was aber ein besonderes Erlebnis war.

Nach diesem Tag verluden wir den Vierer und fuhren weiter mit den beiden Zweiern, da wir ab jetzt ohne Fahrdienst aus kamen. Doch vorher legten wir noch einen Ruhetag ein. Wir besichtigten das kleine Städtchen Krynica Morsika. Ein Touristenstädtchen zwischen Ostsee und dem Frischen Haff. Da unser Bungalow auch nur ca. 800m von der Ostsee entfernt war, gingen wir anschließend in der Ostsee baden.

Am nächsten Tag starteten wir mit unseren Booten direkt vor dem Bungalowpark ins Haff. Wir ruderten bis zur Mündung der Nogat und weiter bis Rybina.

Am letzten Tag ruderten wir das Stück von Rybina bis zu unserem Bungalow bei Nieselregen. Insgesamt legten wir 276 km bei angenehmen Temperaturen auf ruhigen, naturnahen Flüssen zurück. Rundum eine gelungene Tour.

 

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