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Wesermarathon 2016

Wesermarathon 2016

Alle Jahre wieder die gleiche Geschichte. Das erste Maiwochenende ist da, der Wesermarathon findet statt. Und wir sind wieder dabei.

Der Reihe nach:

Los ging es dieses Mal am 30.04. in Kassel, um auf der Fulda 28 Kilometern bis Hann. Münden zu rudern. Der RCB war mit 10 Aktiven dabei. An der Schleuse in Kassel trafen wir befreundete Ruderer aus Berlin, Holzminden, Dormagen und Leverkusen. Ich hatte die Fahrt organisiert und wir wollten gemeinsames Quartier beziehen und gemeinsam essen.

 

 

 

 

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Es war sonnig, mittelwarm und leichter Schiebewind unterstützte die leichte Strömung. Alles Bestens. Nach der Hälfte der Ruderstrecke übernahmen Silke und ich den Fahrdienst.

 

 

 

 

Als erstes ging es dann nach Holzminden, um den Hänger und den zweiten PKW vorzuziehen, während die Ruderer die zweite Etappenhälfte bei optimalen Bedingungen genießen konnten.

Von Holzminden ab nach Minden, Quartier beziehen, Bezahlung klären und schnellstens weiter zum Start des Wesermarathons, um uns anzumelden. Alles hat zeitlich gut gestimmt, denn als wir fertig waren, kamen die Boote auch schon zur Schleuse.

Nach der Schleuse ging es zum Startplatz, die Boote ablegen. Für den nächsten Morgen war alles gerüstet.

Nach dem Duschen und „Landfeinmachen“ wurde bei Boris gegrillt. Das Essen war wie jedes Jahr reichhaltig und gut. Bei Bratwurst, Steak und Bier ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Um 22:30 Uhr war Nachtruhe. Der nächste Tag sollte lang werden und es war frühes Wecken angesagt.

Sonntag 1. Mai 2016 3:45 Uhr und die ersten Handys klingen zum Weckruf. Der Wesermarathon steht bevor. Der erste bange Blick richtet sich nach dem Wetter. Doch welche Überraschung! Hatten wir die letzten Jahre Frost und leichten Niederschlag, so war es diesmal trocken und auffällig warm. Ein gutes Omen? Wir sollten es erfahren.

Um 4:45 gab es Frühstück bei Boris. Auch hier gab es wieder nichts zu bemängeln. Ein gutes und reichhaltiges Frühstück war vorbereitet.

Gut gestärkt kamen wir um 5:30 Uhr am Startplatz an. Hier war schon reges Treiben. Die ersten Boote waren schon auf dem Wasser, die nächsten lagen in Warteposition, um ablegen zu können. An der Betonrampe der ehemaligen Polizeistation konnte jeweils nur ein Boot ablegen. Der Uferbereich war zudem extrem schlammig. Nicht der beste Ableger. Kurz vor unserem Ablegen begrüßte uns noch Michael Böhmer. Er war mir den Lübeckern zum Marathon angereist.

Um Punkt 6.00 Uhr war unser erstes Boot auf dem Wasser, um nach Hameln zu rudern. 20 Minuten später das zweite Boot, es sollte bis Holzminden gehen.

Die Weser hatte deutlich erhöhten Wasserstand und damit gute Strömung. So war es auch nicht verwunderlich, dass wir die ersten 10 Kilometer in unter 40 Minuten ruderten. Das lies sich ja super an, wenn das so weiter ginge, wären wir mit Pausen unter 11 Stunden im Ziel. Aber dann ging es los.

Unser Wegbegleiter für die nächsten 110 Kilometer hieß starker und böiger Gegenwind. So machte das alles recht wenig Spaß. Die Strecke schien dieses Jahr unendlich lang, der Wind wollte nicht aufhören. Dennoch war die Stimmung im Boot recht gut, obgleich die Männer über ihre Wehwehchen jaulten.

Nach 12,5 Stunden waren wir dann endlich im Ziel. Am Steg begrüßten uns die Silber-Ruderer.

Da war es wieder, das Marathonfeeling. Alles Gut, alles toll, nur etwas anstrengend, aber richtig glücklich. Nachdem das Boot vom Wasser war, gab es erst einmal ein Zielbier. Das hatten sich alle verdient. Wirklich alle, die dabei waren.

Und aller Fluch und alle Schmerzen waren fast vergessen, als uns klar war, dass wir nächstes Jahr wieder starten. Gesetzt ist eben gesetzt.

Auf zum Marathon 2017 am 7. Mai.

Dirk

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